Neue Hoffnung bei Multiple Sklerose: Neue Therapie am Starnberger See

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Neue Hoffnung bei Multiple Sklerose: Innovative Therapie am Starnberger See

Multiple Sklerose (MS) gilt bis heute als unheilbar – doch die Behandlungsmöglichkeiten werden stetig besser. Eine neue Therapieform am Starnberger See macht vielen Betroffenen Hoffnung: recoveriX. Die innovative Methode aus der Neurorehabilitation setzt direkt am Gehirn an und soll helfen, verlorene Bewegungen neu zu erlernen. Für Menschen wie Silvia G. bedeutet das ein großes Stück zurückgewonnene Lebensqualität.

Leben mit MS – ein Einschnitt von einem Tag auf den anderen

Silvia G. ist 55 Jahre alt, als sie im Jahr 2016 die Diagnose Multiple Sklerose erhält. MS ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der das Immunsystem die schützende Hülle der Nerven angreift. Die Folgen können sehr unterschiedlich sein – von Müdigkeit und Gefühlsstörungen bis hin zu schweren Bewegungseinschränkungen.

Bei Silvia kommt der Einschnitt abrupt: Von einem Tag auf den anderen kann sie plötzlich nicht mehr gehen.

Für die gelernte Krankenschwester bricht damit nicht nur der Alltag weg, sondern auch ihr Beruf. Die körperlich anspruchsvolle Arbeit im Krankenhaus ist für sie nicht mehr möglich. Übliche Therapien bringen keine ausreichende Besserung oder werden schlecht vertragen. Silvia sucht weiter – und stößt schließlich auf recoveriX.

recoveriX: Training für das Gehirn

Die recoveriX-Therapie ist eine moderne Methode aus der Neurorehabilitation, die sich das Zusammenspiel von Gehirn, Nerven und Muskeln zunutze macht. Der zentrale Gedanke: Auch wenn Bewegungen nicht mehr bewusst ausgeführt werden können, sind die entsprechenden Bereiche im Gehirn oft noch vorhanden – sie müssen nur neu aktiviert und verknüpft werden.

So läuft die Therapie ab:

  • Die Patientin oder der Patient setzt eine EEG-Haube auf, die die Gehirnaktivität misst.
  • Anschließend stellt sich die Person eine bestimmte Bewegung ganz bewusst vor, zum Beispiel das Heben eines Fußes.
  • Das EEG erkennt die passenden Gehirnsignale.
  • Diese Signale lösen eine gezielte elektrische Stimulation des entsprechenden Muskels aus.
  • Der Muskel bewegt sich tatsächlich – obwohl die Bewegung zuvor nur gedacht war.

Durch die wiederholte Kopplung von Gedanke und Bewegung entstehen neue neuronale Verbindungen im Gehirn. Das Nervensystem lernt gewissermaßen neu, wie Bewegung funktioniert.

Fortschritte, die Mut machen

Für Silvia ist recoveriX mehr als nur eine weitere Therapie. Zum ersten Mal seit Langem hat sie das Gefühl, aktiv etwas bewirken zu können. Die Übungen sind anstrengend, erfordern Konzentration und Geduld – doch sie zeigen Wirkung.

„Es ist unglaublich, wenn man merkt, dass der Körper wieder reagiert“, beschreibt sie ihre Erfahrung. Jeder kleine Fortschritt gibt neue Hoffnung und stärkt das Vertrauen in den eigenen Körper.

Einsatz bei verschiedenen Erkrankungen

recoveriX wird nicht nur bei Multiple Sklerose eingesetzt. Die Therapie eignet sich auch für Menschen mit:

Hoffnung statt Stillstand

Auch wenn MS bislang nicht heilbar ist, zeigen Therapien wie recoveriX, wie viel Fortschritt in der Medizin möglich ist. Statt sich mit Einschränkungen abzufinden, können Betroffene aktiv an ihrer Rehabilitation arbeiten – unterstützt durch moderne Technologie und neurowissenschaftliche Erkenntnisse.

Für Silvia bedeutet das vor allem eines: neue Hoffnung. Hoffnung auf mehr Selbstständigkeit, mehr Bewegung und ein Leben, das sich wieder ein Stück normaler anfühlt.

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